Tamron 17-35 / 2.8-4.0 DI LD Aspherical (IF)


Nach dem Tamron 19-35, das nicht gerade der Überflieger war, kam bei mir das Tamron 17-35 in die Fototasche. Die Qualität der Fotos ist um ein vielfaches besser wie beim 19-35. Eigentlich war ich ja auch auf der Suche nach einem 17-40 L vom Canon. Probeaufnahmen brachten aber nicht wirklich den Unterschied zu Tage wie man vielleicht meinen möchte. Gerade was den Preis der beiden Linsen betrifft war ich eher etwas enttäuscht.

Hier 2 Fotos die mit dem Tamron gemacht wurden. Das Linke mit Blende 8 und das Rechte mit Blende 6.8. Ein Umstieg auf ein wesentlich teueres Canon ist eigentlich nicht gerechtfertig. Zumal meine Tests mit dem 17-40 auch keine wirklichen Unterschiede zu Tage brachte. 

Und hier nun ein Beispiel wie sich das Tamron an einer 5D (Vollformatsensor) macht. Die Aufnahme ist mit Blende 13 aufgenommen und es wurde keine Entzerrung vorgenommen. Das Foto wurde mir von Frenzi aus dem DSLR-Forum zur Verfügung gestellt, an dieser Stelle ein Danke an Frenzi. Nach einem eigenen Versuch an der 5D muss ich aber vor Offenblende warnen, wird ganz schön matschig in den Ecken. Aber wer nutzt da schon Blende 2.8. Ich werde das Objektiv auf jeden Fall behalten, vielleicht wird die 5D mal ne Ecke günstiger.

Die Verarbeitung ist ähnlich gut wie beim bekannten Tamron 28-75 und in meinen Augen gibt es da nicht wirklich was zu beanstanden. Der Autofokus ist auch recht flott. Nicht so zügig wie USM bei Canon aber immer noch in einem unkritschen Bereich. Ob es nun 1Sekunde oder eine Halbe dauert spielt bei mir nicht die wichtigste Rolle. Hauptsache der AF gurkt nicht so lange rum wie bei machen Sigma-Objektiven ;-) Und obwohl hier der Fokustest nicht 100% sitzt ist mir das nocht nicht einmal negativ aufgefallen.



Wie man sieht stimmt hier die sonst übliche und richtige Schärfenverteilung nicht. 1/3 vorn und 2/3 hinten ist nicht vorhanden was einige wieder einen Frontfokus nennen würden. In der Praxis war es bisher kein Kritikpunkt. Ich habe aber auch nicht das Bedürfnis bei Blende 2.8 eine Landschaftsaufnahme zu machen.

Ich benutze das 17-35 sehr gerne und selbst die Verzeichnung bei 17mm ist gering. Lediglich nach oben wäre es nett wenn das Objektiv etwas mehr hätte (so bis 50mm). Naja, man kann nicht alles haben. Immer hin entspricht die Brennweite an einer Crop-Kamera 27,2 bis 56mm,.

Die Angaben der Lichtstärke sind mit Vosicht zu genießen. Die Lichtstärke von 2.8 stehen nur von 17 bis 19mm zur Verfügung, von da ab gehts bis 23mm mit Blende 3.2 weiter. Von ca. 23 bis 29 darf man mit der Blende 3,5 arbeiten und der Rest ( 30-35mm) ist Blende 4 vorbehalten.

Ich bin mit der Linse wirklich sehr zufrieden und werde sie bis es etwas besseres zum relativ günstigen Preis gibt behalten. Man sollte bei der Beurteilung was die Schärfe betrifft eh vorsichtig sein. Im Weitwinkelbereich, eigentlich ist es mit 17mm schon UltraWeit, gibt es da immer Schwächen um so weiter es an den Randbereich geht. Auch sollte man bei so einer Linse immer den mittleren Fokuspunkt benutzen. Durch die starke Brechung im Weitwinkelbereich kann es am Rand schnell zu Fehlmessungen kommen was den Autofokus betrifft. Und wo ich gerade dabei bin ! Die Beurteilung der Schärfe bei einem 100% Ausschnitt ist eher als übertrieben zu bezeichnen. Mit der Nase am Monitor handelt es sich dann um ein Poster aus aller nächster nähe. Wenn das ganze Foto auf einem 19" Monitor betrachtet wird schaut man sich ja schon ein DinA4 Format an. Und so ganz nebenbei bemerkt liegen zwischern der Ansicht auf dem Monitor und einer richtigen Ausbelichtung Welten. Will damit sagen das Ihr erst einmal richtige Fotos machen solltet !